Nächster Marsch: 15. Oktober 2022

Liebe Freunde des Lebens,

Ein großes DANKESCHÖN an alle die dabei waren!
Trotz starkem Gegenwind haben wir ein fröhliches Fest fürs Leben auf den Straßen Wiens feiern können!!
Wir sehen uns nächstes Jahr am 15. Oktober 2022!

Mit mehr als 2500 Teilnehmern war der Marsch fürs Leben 2021 wieder ein voller Erfolg und ein deutliches Zeichen für das Lebensrecht der schwächsten Glieder unserer Gesellschaft- der Ungeborenen und der Alten und Kranken.

Wie jedes Jahr gingen zahlreiche Familien und Menschen aller Altersgruppen gemeinsam auf die Straße, um ein Ende der Abtreibung, Unterstützung für schwangere Frauen in Notsituationen und – angesichts aktueller Entwicklungen – den Schutz der Alten und Kranken vor der Einführung der Euthanasie zu fordern.

Vor Beginn der Kundgebung gab es dieses Jahr ein breites Angebot an Feierlichkeiten. einen Gottesdienst der Evangelischen Allianz, eine orthodoxe Göttliche Liturgie und 2 katholische Heilige Messen. Daran nahmen zahlreiche Teilnehmer des Marsches teil. Hauptzelebrant der Hl. Messe in der Peterskirche für das Ungeborene Leben war Weihbischof Scharl.

In seiner Predigt verwies er auf die Enzyklika Gaudium et spes, in der betont wird, dass man jeden als ein „anderes Ich“ sehen soll und daher nicht durch u.a Abtreibung und Euthanasie schädigen darf. Weiters bedankte er sich bei den Gläubigen für ihren Einsatz für jedes Leben, von Anfang bis Ende des Lebens.
In der hl. Messe in der Karlskirche predigte Pater Manfred Müller übers biblische Aufbrechen, das einerseits ein aufbrechen aus dem bequemen Alltag, andererseits bedeutet nicht bei Unrecht tatenlos zu zu sehen, sondern für Kind, Eltern und alle anderen Beteiligte aktiv zu werden, sei es durch Aktivismus, Gebete und persönliche Gespräche.

Um 13:30 Uhr begann dann die Kundgebung die wunderbarerweise wieder am Stephansplatz stattfinden konnte. Moderator Ludwig Brühl begrüßte die Teilnehmer, unter denen sich auch Weihbischof Scharl und Abgeordnete zum Nationalrat Gudrun Kugler und weitere Politiker befanden.

Darauf folgten Reden von Pater Bruno Meusburger von den Priestern für das Leben, Belinda Schmölzer von Prolife Europe und Stefan Groicher von Jugend für das Leben, die alle gleichsam betonten wie wichtig es ist, den verletzten Frauen mit Liebe zu begegnen und ihnen Hoffnung auf Heilung von den Wunden der Abtreibung zu bieten.

Durch Erzpriester Alexander Lapin liess der orthodoxe Metropolit Arsenius eine Grußbotschaft zukommen: „Die grundsätzliche Heiligkeit des Lebens gehört zu den Fundamenten unseres Glaubens und ist nach unserer christlichen Überzeugung unantastbar und genießt Gültigkeit – bedingungslos.“

Der freikirchliche Pastor Raimund Harta betonte auch in Bezug auf Euthanasie, die durch ein Urteil des VfGh bald legalisiert werden könnte: „Ich will nicht in einer Gesellschaft leben, die Menschen nahelegt, von ihrer „Autonomie“ Gebrauch zu machen, indem sie sich selber mit Hilfe anderer umbringen, sondern in einer Gesellschaft, die ihnen Mut macht, Nähe und Zuwendung schenkt. Alte und kranke Menschen sollen nicht das Gefühl haben, eine Last und überflüssig zu sein!“

Zu unserer großen Freude ist Anna Bonetti speziell aus Italien zu unserem Marsch nach Wien angereist, um über ihre Geschichte zu sprechen. Sie selbst wurde auf Grund eines genetischen Defekts gehörlos geboren. Vor 4 Jahren entdeckte sie den Lebensschutz für sich und kritisiert: „Abtreibungsbefürworter verkünden, dass wir eine Schwangerschafft abbrechen können und später versuchen können Kinder zu bekommen. Aber eine Schwangerschaft ist nicht etwas, was wir einfach unterbrechen können. Ein durch Abtreibung verlorenes Kind, ist für immer weg! Jeden Tag verlieren wir tausende Kinder, die nie die Chance bekommen unsere Freunde, Partner oder Schulkameraden unserer Kinder zu sein“

Danach wollten die Teilnehmer des Marschs vom Stephansplatz über den Ring zurück zum Stephanplatz ziehen, wurden aber von aggressiven Gegendemonstranten aufs Gröbste blockiert und belästigt. Dennoch waren Stimmung und Athmosphäre ungebrochen gut und die Teilnehmer bedankten sich mit fröhlichem Applaus bei der Polizei. Augrund der Blockaden musste die Route abgeändert werden, so zog der Marsch statt auf der geplanten Route – über den Ring und Heldenplatz – auf der Höhe Weihburggasse zum Ring hinunter, über den Ring und schließlich über die Kärtnerstraße zurück zum Stephansplatz.

Bei der Schlusskundgebung forderte Theresa Habsburg noch einmal den österreichischen Gesetzgeber dazu auf, alles zu unternehmen, um die Einführung der sogenannten Sterbehilfe in Österreich zu verhindern und endlich für einen wirksamen Schutz ungeborener Kinder und ihrer Mütter zu sorgen.

Der nächste Marsch für Leben findet am 15.Oktober 2022 statt.
Veranstalter des jährlich stattfindenden Marschs ist der Verein Marsch fürs Leben.