Für uns ist klar: Abtreibung ist ein Phänomen unterlassener Hilfeleistung.

Kaum eine Frau will wirklich abtreiben, sieht sich jedoch durch die Umstände dazu gezwungen. Sehr viele Frauen wissen sehr genau, dass durch die Abtreibung ihr Kind stirbt, sehen aber trotzdem keinen anderen Ausweg.

Hier ist unsere gesamte Gesellschaft mitverantwortlich. Einerseits bietet die Gesetzeslage kaum Schutz für schwangere Frauen und noch nicht geborene Kinder, andererseits besteht fast kein Bewusstsein dafür, in welchen schwierigen Lagen sich eine Frau in einer überraschenden Schwangerschaft oft befindet. Über das seelische Leid, das Frauen nach einer Abtreibung oft verspüren, wird so gut wie gar nicht gesprochen.

Das wollen wir ändern. Wir wollen eine Kultur, in der jedes Baby geboren werden kann, jede Schwangere ihr Kind austragen kann, in der das menschliche Leben hochgeschätzt wird und in der auch unsere Kleinsten einen Platz in der Gesellschaft finden.

Wir brauchen ein völliges Umdenken auf gesellschaftlicher Ebene.

Bei jeder Abtreibung wird das Leben eines noch nicht geborenen Mitmenschen beendet. Wir brauchen daher ein generelles Verständnis dafür, dass Abtreibung nie eine Lösung sein kann.

  • Öffentliche Bewusstseinsbildung.
  • Sachliche Information darüber, was Abtreibung überhaupt ist und welche Alternativen es dazu gibt.
  • Ein generelles Verständnis dafür, dass eine Abtreibung nie eine Lösung sein kann.
  • Förderung von privaten Initiativen und Organisationen, die schwangeren Frauen in einer schwierigen Situation unbürokratische und professionelle Hilfe zukommen lassen.
  • Es müssen alle Ressourcen da sein, damit Mütter / Eltern ihr Kind in Eigenverantwortung aufziehen kann.
  • Ausbau der Mutter-Kind-Einrichtungen als sicheres Nest in jedem Bundesland, um das Kind anonym auf die Welt bringen zu können.

Wir brauchen ein völliges Umdenken auf gesetzlicher Ebene.

Bei der Einführung der Fristenregelung (die Abtreibung in sehr vielen Fällen straffrei machte) wurden umfangreiche Maßnahmen versprochen, um Abtreibungen so weit wie möglich zu verhindern. Bisher wurde jedoch keine einzige dieser Maßnahmen umgesetzt. Doch genau dieses Maßnahmen wären ein erster Schritt. Wir brauchen:

  • Eine statistische Erhebung von Abtreibungen sowie eine umfangreiche Motivforschung. Momentan gibt es für Abtreibungen keine offizielle Statistik, die Abtreibungszahlen für Österreich basieren nur auf Schätzungen.
  • Eine fünftägige Bedenkzeit für Frauen, die eine Abtreibung in Erwägung ziehen: Bevor eine Abtreibung vorgenommen wird, muss ein Beratungsgespräch von einer unabhängigen Person (also z.B. nicht vom Abtreibungsarzt selbst) durchgeführt werden. Zwischen dem Beratungsgespräch und der Abtreibung müssen drei Tage vergehen.
  • In diesem Beratungsgespräch erhält die Frau umfangreiche Informationen über Methoden und Folgen der Abtreibung sowie Alternativen.

Spätabtreibungen müssen verboten werden. Ein Kind, bei dem ein Verdacht auf Behinderung besteht, könnte laut Gesetz bis zum Einsetzen der Wehen abgetrieben werden (im Gegensatz zu „normalen“ Babys, die „nur“ bis zur 12. Woche abgetrieben werden können). Nicht nur, dass so ein voll ausgebildetes Baby völlig straffrei getötet werden kann, eine solche Unterscheidung  stellt auch eine schwere Diskriminierung gegenüber Menschen mit Behinderung dar.

Ebenfalls korrigiert werden muss ein Urteil des Obersten Gerichtshofs aus dem Jahr 2008. Dieses kann Ärzte dazu verpflichten, für den Unterhalt eines Kindes aufzukommen, wenn eine Behinderung des Kindes nicht erkannt wurde. Das heißt meist: ein Kind, das behindert zur Welt kommt, ohne dass die Eltern von der Behinderung wussten, ist ein Schadensfall, ein Defekt. Ein solches menschenfeindliches Urteil hat in Österreich keinen Platz.

Letztlich braucht es einen vollkommenen gesetzlichen Schutz der Frauen im Schwangerschaftskonflikt und der noch nicht geborenen Kinder. Österreich kann es sich nicht leisten, jedes Jahr zwischen 30.000 und 35.000 Abtreibungen einfach so hinzunehmen. Ein solches Verbot beinhaltet auch gesetzliche Sanktionen. Jedoch müssen diese so formuliert werden, dass sie auf die Notsituationen von Frauen Rücksicht nehmen. Der Fokus einer Sanktion muss eindeutig auf der Person liegen, die die Abtreibung durchführt.

 

Wir wollen vorgeburtliche Kinder schützen, Frauen im Schwangerschaftskonflikt unterstützen und Abtreibung undenkbar machen.